„Tragödie der Langzeitziele: täglich wächst die Kluft zwischen der sich abzeichnenden existentiellen Bedrohung durch den (von Menschen verursachten) Klimawandel und immer wieder aufgeschobenem politischen Handeln.“

(LEOPOLDINA, Juli 2019)

Klimawandel als  Spezialfall  der "Tragödie der Allmende":

..Der große zeitliche Abstand zwischen Ursache und Wirkung des Klimawandels führt dazu, dass seine katastrophalen Auswirkungen insbesondere unsere nachkommenden Generationen treffen werden, während die heutige Generation kaum Anreize hat dessen Ursachen wirkungsvoll zu bekämpfen. Was für den einzelnen gilt, gilt verstärkt für die wichtigsten gesellschaftlichen Teilsysteme. Da die Klimawandelschäden kaum bereits innerhalb der Wahlperiode von Politikern auftreten, haben diese wenig Anreiz, das Problem ernst zu nehmen." (Mark Carney 2015, "Tragedy of the horizon")

gemäss neuestem  IPCC-Sachstandsbericht (August 2021)

(AR6-WGI:  Summary for Policymakers (PDF-E, PDF-D), Hauptaussagen (PDF-D) :

  • Es ist eindeutig, dass der Einfluss des Menschen die Atmosphäre, den Ozean und die Landflächen erwärmt hat.  
  • Es haben weitverbreitete und schnelle Veränderungen in der Atmosphäre, dem Ozean, der Kryosphäre und der Biosphäre stattgefunden. 
  • Das Ausmaß der jüngsten Veränderungen im gesamten Klimasystem und der gegenwärtige Zustand vieler Aspekte des Klimasystems sind seit vielen Jahrhunderten bis Jahrtausenden beispiellos. 
  • Der vom Menschen verursachte Klimawandel wirkt sich bereits auf viele Wetter- und Klimaextreme in allen Regionen der Welt aus. 


Die Unterbewertung des existentiellen Klimarisikos (PDF)

David Spratt & Ian Dunlop, Scientist for Future 14.9.2020, (Original "What Lies Beneath", 2018) 

  • Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist ein existenzielles Risiko für die menschliche Zivilisation: ein negatives Ergebnis, das entweder intelligentes Leben auslöschen oder seine Möglichkeiten dauerhaft und drastisch einschränken wird, wenn die Kohlenstoffemissionen nicht rasch reduziert werden.
  • Die klimapolitische Entscheidungsfindung und die öffentliche Berichterstattung werden durch die wichtige Arbeit des IPCC maßgeblich beeinflusst. IPCC-Berichte tendieren jedoch auch zu Zurückhaltung und Vorsicht (Herunterspielen der extremeren und schädlicheren Ergebnisse). Während dies historisch gesehen angesichts des Drucks verständlich war, der von politischen und weiteren Interessengruppen auf das IPCC ausgeübt wurde, wird es jetzt durch die Beschleunigung der globalen Klimaauswirkungen gefährlich irreführend. Was früher Ereignisse mit geringerer Wahrscheinlichkeit und höheren Auswirkungen waren, wird jetzt wahrscheinlicher.
  • Dies ist besonders besorgniserregend bei potenziellen klimatischen Kipp-Punkten – dem Überschreiten kritischer Schwellenwerte, die zu sprunghaften Veränderungen im Klimasystem führen – wie den polaren Eisschilden (und damit dem Meeresspiegel), und Permafrostböden sowie anderen Kohlenstoffspeichern, bei denen die Auswirkungen der globalen Erwärmung nichtlinear und mit dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand schwer zu modellieren sind.

==> Es ist allerhöchste Zeit für eine neue, wirkungsvolle  Klimapolitik & ein neues globales Wirtschaftsmodell!


Stellungnahme von "Scientists for Future"   

..Die Anliegen der demonstrierenden jungen Menschen ("Fridays for future") sind berechtigt und gut begründet. Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei weitem nicht aus!..." (StellungnahmeFakten)

Papst Franziskus (Enzyklika "Laudato si' - Über die Sorge für das gemeinsame Haus"):   "...Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondem eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise. Die Wege zur Lösung erfordern einen ganzheitlichen Zugang, um die Armut zu bekämpfen, den  Ausgeschlossenen ihre Würde zurückzugeben und sich zugleich um die Natur zu kümmern. ..."


In der Schweiz hätten das neue CO2-Gesetz (leider in der Volksabstimmung am 13. Juni 2021 abgelehnt) und die (leider vom Parlament ausgebremste) neue Agrarpolitik AP22+ erste Schritte in die richtige Richtung bedeutet.

was mir sonst noch am Herzen liegt

  • eine weltweite ökosoziale Marktwirtschaft mit global verbindlichen Spielregeln und dem Ziel einer fairen globalen Balance (Einhaltung der "planetaren Grenzen" und gleichzeitig Beseitigung der extremen sozialen Ungerechtigkeiten/Ungleichheiten), welche im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung insbesondere auch rasche & wirksame Massnahmen zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen (Klimawandel), zum Schutz der Biodiversität und zur Erreichung der "strategischen Entwicklungsziele" (UN SDG)  implementiert. In diesem Kontext ist auch die Enzyklika Laudato Si' von Papst Franziskus zu erwähnen.
  • Europa als starker weltpolitischer Akteur,  welcher diese faire globale Balance inklusive griffigen Spielregeln (Ordnungsrahmen) mitgestaltet  
  • global operierende Konzerne müssen Verantwortung für Mensch & Umwelt übernehmen (z.B. in Form der CH Konzernverantwortungsinitiative  bzw.  eines griffigen Lieferkettengesetzes in D)
  • eine Schweiz, die ihren Wohlstand nicht durch unfaire Steuerpraktiken zu Lasten der Entwicklungsländer finanziert*, und deren Lebensstandard und Konsumvorliebe keine externen Kosten ("Spillover"-Effekte bzgl. Umwelt, Sicherheit, Wirtschaft) in Drittländern verursacht.

*) die am 19. Mai 2019  vom CH Volk angenommene «Steuervorlage und AHV-Finanzierung» (STAF) stellt entwicklungspolitisch leider keinen Fortschritt dar;  führt zu Steuerausfällen in Milliardenhöhe und befeuert das schädliche interkantonale und internationale Steuerdumping zu Lasten Service Public und den Menschen in den Entwicklungsländern).

Meine Homepage vermittelt im Übrigen (im öffentlich zugänglichen Teil) einen multimedialen Einblick* in meine diversen Reisen und  Unternehmungen in der Natur.

*) primäres Ziel war dabei, Ordnung  in meiner umfangreichen Foto-/Video-Sammlung zu schaffen und darüber hinaus einen einfachen, kontrollierten Zugang zu  ermöglichen (insbesondere für meine Freunde und meine Partner bei gemeinsamen Unternehmungen, aber  nicht zuletzt auch für meine Familie und mich selbst).

 

Das Hintergrundfoto wurde im Sommer 1980  auf dem Gipfel des Mont Blancs aufgenommen. Damals durfte ich nach einem eindrücklichen nächtlichen Aufstieg bei Vollmond  den Sonnenaufgang auf dem höchsten Berg der Alpen  ganz alleine für mich erleben. Der Blick geht nach Osten zu den 4000er des Wallis, wo ich im wunderschönen  Oberwalliser Bergdorf Zeneggen  vor mehr als  38 Jahren zusammen mit meiner Familie eine neue Heimat gefunden habe.